Ich bin die bitch

Ich bin immer noch krank und diesmal selbst die bitch. Habe gerade herausgefunden, dass ich mich fürs Wochenende zweimal verabredet habe. Eine davon auch noch mit einer sehr fragilen Freundschaft, bei der ich jetzt natürlich wieder Angst habe, dass es sie belasten wird. Denn das ist die Verabredung, die ich absagen musste. Ich scrollte durch meine Nachrichten und fand heraus, dass ich die andere schon vor zwei Monaten zugesagt hatte. Verdammt!

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Krank sein ist ne bitch

Ich hasse es, krank zu sein. Ich bin sowieso immer so unruhig und brauche leben und eindrücke und Action und wenn man krank ist und das wirklich, wirklich nicht machen sollte, bringt mich das um.

Ich habe zu viel zeit zum denken, denn was soll ich sonst machen? So kann ich mich ganz intensiv mit meinen merkwürdigen Beziehungen auseinander setzen. Ist sie giftig? Ich frage mich ständig, ob sie nicht aufgeben sollte. Aber eigentlich habe ich keine Wahl. Die Alternative ist ebenfalls leiden, nur eben anders.

Also sitze ich hier und gucke anderen beim leben zu. Die einzige reality Serie, die ich gucke: über weibliche wrestlerinnen. Auch wenn die meisten dumm wie Brot sind und vieles sehr sexistisch ist, sind doch viele Dinge enthalten, die ich unterstütze. Starke Frauen in einer männlich dominierten Welt.

Und witzigerweise handelt das Buch, das ich heute angefangen habe, von einer toxischen Beziehung. Ob ich diese Bücher immer irgendwie finde oder ob sich jeder in einem Buch woanders wiederfindet?

A oder B

Ich spiele mit ihm. Sie nimmt passiv teil, d.h. Sie guckt zu. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie damit nicht komplett einverstanden ist. Sie weigert sich allerdings, mit mir darüber zu reden. Er sagt, es ist alles in Ordnung.

Meiner Meinung nach habe ich jetzt zwei Optionen.

A: ich spiele weiter mit ihm, wenn sie anwesend ist.

Pro:

  • Ich habe Spaß.
  • Es ist nicht meine Beziehung.
  • Sie ist ein freier Mensch und kann was sagen, wenn sie was zu sagen hat.
  • Vielleicht habe ich unrecht und es steckt doch was anderes hinter ihrem Verhalten.
  • Er kennt sie besser als ich.
  • Sie könnte neue Dinge kennenlernen.
  • Vielleicht will sie irgendwann auch mitmachen.

Contra:

  • Die Basis ist gegenseitiges Einverständnis. Wenn das nicht vorliegt, sollte ich nichts tun. Siehe meine Erfahrungen mit Beziehungen, in denen die Frauen nicht wirklich freiwillig handelten.
  • Vielleicht denkt er nur mit seinem schwanz und kann nicht alles richtig einschätzen.
  • Ich verursache vielleicht Probleme in ihrer Beziehung, die in dem Zusammenhang entstehen.
  • Ich bringe sie vielleicht gegen mich auf.

B: ich spiele nicht mit ihm, wenn sie da ist.

Pro:

  • S.o.
  • Ich gehe auf Nummer sicher.
  • Vielleicht bringe ich ihn dazu, sich mit ihr auseinanderzusetzen, wenn ich mich erkläre.
  • Vielleicht ist es für sie angenehmer.
  • Ich nehme andere menschen ernst.

Contra:

  • S.o.
  • Ich habe keinen Spaß.
  • Ich bevormunde.

Meinungen?

Vorbei

Es ist traurig in Deutschland. „Dann ist dein Leben vorbei.“ So fasste gestern eine Freundin von mir den Grund zusammen, warum sie noch keine Kinder möchte. Ihr freund ist Franzose und möchte gerne Kinder. Das ist als mann natürlich einfach zu sagen. Und als Franzose. In Frankreich geht das Leben weiter. Job, Reisen, Freizeit. .. machst du halt trotzdem. Auch mit Kind. In Deutschland ist es kompliziert. Betreuung ist immer noch mangelhaft, die gesellschaftlichen Erwartungen sind verrückt. … es ist nicht leicht für junge Frauen in diesem Land.

Ungewöhnliche Beziehungen

In meiner Erfahrung in eigenen und fremden Beziehungen, die ich beobachte, ist es überwiegend so, dass Partner eifersüchtig sind. In unterschiedlichem Ausmaß. Ich kenne Beziehungen, da dürfen die Männer keine weiblichen platonischen Freundinnen haben. In anderen ist es ihnen verboten, andere Frauen anzufassen. Und dann gibt es die Freundin meines Kollegen. Sie erlaubt ihm, mich zu schlagen, mich intensiv und sehr nah und lange festzuhalten, machtdynamische Spielchen zu spielen usw. Ich möchte wissen, was dahinter steckt. Leider geben mir beide unterschiedliche Informationen. Es wird wohl noch dauern, bis ich die ganze Wahrheit erfahre.

I need to feel something

So I start a fight…

Das bin ich. Häufig. Oder auf eine andere Art und Weise. Aber ich muss immer fühlen und suche Gratwanderungen. Wie weit kann ich gehen? Was kann ich aushalten? Ups, schon wieder einen dramatischen Film ausgesucht, der mich triggert. Ups, das Buch enthält auch solche Themen?

Was soll ich machen? Alles andere langweilt mich und dann fühle ich mich auch schlecht. Lieber zu viel fühlen als zu wenig.

Hey alle

Lange nichts gehört, falls mich jemand vermisst hat 😀

Mir geht es auch nicht besonders gut. Ich denke, ich brauche in absehbarer Zeit einen neuen Job. Ich gucke, habe aber bisher nichts gefunden. Wir werden sehen.

In sehr viel absehbarerer Zeit brauche ich Urlaub. Habe herausgefunden, dass überraschenderweise nicht klappt, keinen Urlaub zu nehmen. Ich weine wieder und fühle mich tausend Kilo schwer. Meine Überstunden sind auch fast aufgebraucht. Also nehme ich eben alleine Urlaub. Vielleicht besuche ich Familie.

Mein Privatleben läuft ganz gut. Ich sortiere. Wir suchen nach einer neuen Wohnung. Das ist, was ich will und ich denke, das tut uns gut.

Ansonsten genieße ich den Sommer sehr.

Dies ist ein Beitrag vom 06. Juli, der aus irgendeinem Grund nicht veröffentlicht wurde.

Quälerei

Nun ja. Ich projiziere Dinge auf ihn, die er gar nicht erfüllen kann. Ich habe Erwartungen an ihn, die nie Realität werden. Aber ich kann meine Gefühle nicht steuern. Ich kann nicht anders. Vielleicht nach 20 Jahren Therapie, aber nicht jetzt. Jetzt kann er mich nur enttäuschen. Jetzt kann ich nur sauer auf ihn sein. Jetzt kann ich nur zwischen „Nein, ich will sauer sein“ und „kann ich ihm nicht einfach verzeihen?“ Hängen. Aber ich will nicht verzeihen. Ich will zickig sein, denn schlechtes benehmen ruft immer eine Reaktion hervor. Gutes benehmen nicht zwangsläufig.

Es fühlt sich scheiße an, aber ich kann nicht anders.