Love

All that I know is if don’t know how to be something you’d miss

So call it what you want

You never really can fix a heart

I don’t know what I want so don’t ask me

Before I fall to fast, kiss me quick but make it last

Our love was like a song

I know that I got issues but you’re pretty messed up too

My loves like a star

Cause I was there when you said forever and always

A kiss goodbye, not this time, don’t remember what about this song is ever liked

There’s a wild whisper blowing in the wind like a long lost friend calling out your name

Guess the song?

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Menschen

Ich möchte Menschen mögen. Ich mag das Konzept, die Vorstellung. Ich mag manche Menschen, viele nicht. Ich bin allerdings süchtig nach zwischenmenschlicher Kommunikation und Berührung und allem, was sonst noch dazu gehört. Vielleicht brauche ich also eher Menschen als dass ich sie mag.

Im Moment bin ich eher genervt.

Wir sind fast 30, wir müssen unbedingt heiraten! – Oh, wir auch! – Wir brauchen mehr Details. Ist euer Leben denn genauso toll wie unseres?

Ich kann es nicht verstehen und ich mag es nicht. In schlechten Momenten plane ich entweder, nicht zur Hochzeit zu gehen oder diese zu boykottieren und schmiede detaillierte Pläne. In guten Momenten will ich einfach meine Ruhe und niemanden sehen. Silvesterpartypläne absagen.

Nur mit meinem Schatz bin ich glücklich. Ihn sehe ich gerne so oft wie möglich. Wir verbringen Zeit miteinander, unternehmen Viel. Ich bin so glücklich mit ihm. Wenigstens einen Menschen, den ich mag.

Wie ein Unfall

Bei Facebook habe ich the New York times geliked. Sie schlugen mir einen Artikel über die Politik in Texas vor. Ich bin fasziniert von Amerika, vor allem von den südstaaten, also habe ich ihn gelesen. Es war faszinierend, wie ein Unfall, bei dem man nicht weggucken kann. Vieles ist für Europäer überhaupt nicht nachvollziehbar, obwohl das vielleicht auch schon überholt ist. In wohl allen europäischen Ländern gibt es ja populistische Strömungen, die wenig wert auf Fakten, Anstand, Menschenverstand. … legen. Manchmal spricht man ja mit Menschen. Wo man erschrickt, wie dumm sie sind. Was sie nicht verstehen. Was sie ohne faktenwissen in Frage stellen. Da diese Menschen ja genauso wie alle anderen wählen dürfen, wundert wohl nichts mehr. Ich kann nicht aufhören, mich damit zu beschäftigen. Es ist wie ein Unfall. Freunde haben für einen Anlass eine whatsapp Gruppe gegründet. Die neue Freundin des einen schrieb und schrieb. Zum fremdschämen. Sowohl grammatikalisch als auch inhaltlich. Basic. Ich kenne kein gutes deutsches Wort dafür. So respektlos ihrem freund gegenüber, der darauf steht, von Frauen dominiert zu werden. Und so reproduzieren sich die geschlechterverhältnisse und ein Mann erzählt seinem winzigen Sohn in der Umkleidekabine, dass er sich schon mal darauf einstellen kann, dass er immer auf Frauen warten wird. Was soll denn aus dem Kind anderes werden als ein sexistisches arschloch?

Stimmung

Unser Freundeskreis, der früher der Freundeskreis meines Freundes war, besteht aus jungen Männern, die alle entweder miteinander verwandt oder seit frühester Kindheit miteinander aufgewachsen sind. Sie sind alle auf aneinander angrenzenden Grundstücken aufgewachsen. Und wie das immer so ist bei nahe beieinander wohnen, vor allem bei Dorf, reden alle übereinander, werden alle überwacht, beobachtet, verurteilt. Dieses Verhalten hat sich sehr tief festgesetzt. Es wird immer über irgendwen geredet, gelästert, geurteilt oder es wird gestichelt, sich eingemischt, boshafte Kommentare. Ich verstehe, wie tief so etwas sitzen kann und wie gut es tut, über andere schlecht zu reden um dich besser zu fühlen, das ist menschlich. Aber die Fähigkeit zur Reflexion macht uns doch auch menschlich. Man sollte doch mal mitkriegen, dass das nicht cool ist und dass es tausend andere Dinge gibt, durch die man sich besser fühlen kann. Ich mag diese unterschwellige Aggression gar nicht.

Obsession

In einer großen Zeitung habe ich gelesen, dass Frauen sich nicht mehr für Männer Mühe mit ihrem aussehen geben würden, sondern für sich selbst. Dies mache allerdings nicht alles besser. Der selbstoptimierungswahn nimmt zu. Und es ist ja tatsächlich so. Langsam werden die Menschen, die nicht ins fitnessstudio gehen oder zumindest so irgendwie sport machen zur Ausnahme. Zu Außenseitern. Eine Freundin hat mir noch vor ein paar Jahren erzählt, sport würde ihr in Sachen Entspannung nichts bringen. Nun geht sie dreimal die Woche ins fitnessstudio (es bringt nichts, weil sie Viel isst, aber das ist ein anderes Thema ). Noch schlimmer, wenn man dann auch noch Kohlenhydrate zu sich nimmt und nicht nur Chia und quinoa und zoodles (für den Fall, dass ihr diesen neuen Trend noch nicht kennt: man isst keine Nudeln mehr, sondern macht aus allem möglichen „Spaghetti „, indem man alles zu langen Fäden macht. Zoodles sind dann z.b. Zucchini in der Form von Spaghetti ). Und wie geil sie sich finden. Mit smoothie durch die Stadt laufen ist das größte. Es ist zu einer Religion geworden. Es wird nicht hinterfragt, sondern als richtig hingenommen und propagiert. Man kann, also ist es falsch, es nicht zu tun. Es wird zu einem Vorwurf. Andere sind schlechte Menschen. Und gerade Frauen sehen überall diese Vorbilder. Es geht nicht mehr ums abnehmen, sondern du musst fit sein. Warum können eigentlich Männer in schlabberklamotten sport machen, während Frauen die neueste Mode tragen müssen? Es ist leichter, sport zu machen, wenn man süß aussieht.

Ich achte auf meine Ernährung und bewege mich, weil ich denke, dass das gut und natürlich ist. Ich denke, der Mensch ist dafür gemacht. Da wir uns heutzutage aufgrund von bürojobs kaum noch bewegen, sollte man darauf achten. Die modernen Lebensmittel tun ihr übriges. Studien zu fettleibigkeit geben mir recht. Was ich aber sinnvoller finde, ist das ganze natürlich zu tun. Treppe statt Aufzug, zu Fuß statt Auto, spazieren gehen statt Couch. Nicht mit dem Auto zum fitnessstudio und zurück. Und vielleicht nicht das essen, was schon gar nicht mehr nach Lebensmittel aussieht. Frisch, ausgewogen. Eigentlich ist das alles gar nicht so schwer, aber unkompliziert sind dann die meisten doch nicht. Zwang, Druck, glaube… Das ist dann wohl doch verheißungsvoller. Und wird dann irgendwann zur zwangsstörung.

Wirkung II

Die Menschen sagen, ich sehe klein und niedlich aus. Unschuldig. Das sagt mein freund, Freundinnen von mir… da muss also irgendwas dran sein. Es hat zwei Seiten. Auf der einen Seite ist es irgendwie lustig. Mit meinem Freund spiele ich gerne kleines Mädchen. Auf der anderen Seite ist es unheimlich nervig. Ich bin extrem empfindlich, was Belehrung angeht und es passiert mir sehr häufig, dass Personen versuchen, mir die Welt zu erklären. Und davon ausgehen, dass ich irgendwelche Dinge nicht weiß. Das hasse ich. Es ist allerdings auch so, dass ich das für mich verwenden kann. Als überraschungseffekt, wenn ich dann doch ganz souverän und kompetent daher komme. Und der beschützerinstinkt, den ich bei vielen auslöse, ist eigentlich auch was gutes.

Theorie

So, ich habe eine neue Theorie, warum mich Dinge, die mich eigentlich nichts angehen, so sehr beschäftigen. Meistens handelt es sich dabei um Menschen, die mich irgendwie stören. Seit meiner vorpubertären Zeit habe ich diese Gedanken und zum Teil lassen sie ich immer noch nicht los. Ich träume von diesen Menschen. Gemeinsam haben sie, dass ich sie irgendwann mal an mich ranließ, z.b. mal mit ihnen befreundet war, dann aber irgendwas passiert war. Und gemeinsam ist ihnen, dass ich nicht nein gesagt habe, dass ich mich nicht abwenden konnte, als sie mir nicht mehr gut taten. Ich denke, das könnte es sein, was mich nicht los lässt. Das nicht sie mich stören, sondern ich mich selbst, weil sie mich an meine Unfähigkeit erinnern, mich abzugrenzen.