Frei

Ich habe heute einen freien Tag. Ich war in letzter Zeit so schlecht gelaunt, dass ich dachte, das würde mir gut tun. Eigentlich verbringe ich gerne Zeit mit meinem Freund, aber ich habe dieses Jahr effektiv mehr Urlaub als er, also werde ich ein paar Tage für mich nehmen. Erstmal im Bett bleiben und es langsam angehen lassen. Wozu hat man sonst frei? Dann mal sehen, was mir einfällt.

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Wochenende

Komisches Wochenende. Wir hatten Pläne, zu denen ich mich nicht in der Lage fühlte. Also keine. Also viel chillen. Heute Langeweile. Ein Museum mit Ausstellungen, die mir sehr gut gefallen haben. Mich berührt haben. Schöne Stimulation. Schöne Ablenkung von dem ganzen Blödsinn in meinem Leben.

Confusion

People are weird to me. Especially men. You could say attentive or encroaching. I’m not sure why. Some people say I look innocent. I think people feel the need to protect me. Sometimes I feel good about that. Sometimes I don’t. But I feel like it’s weird. Especially cause I allow a lot of people to do that. When I like them. Idk If it’s a good thing. Nothing really bad happened but my boss tries to keep me from doing it with a colleague rn and I’m not sure why.

Über normal sein

Kann man nur gesellschaftspolitische Aktivistin sein, wenn etwas mit einem nicht stimmt? Machen einen persönliche Probleme erst auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam? Sind persönliche Probleme nötig, damit man gesellschaftspolitische Probleme sieht? Oder lösen die gesellschaftspolitischen Probleme die persönlichen Probleme aus? Trotzdem gibt es ja aber menschen, die Dinge, die falsch laufen weniger wahrnehmen als andere. Das muss mit der Persönlichkeit zusammen hängen. Wahrscheinlich bedingt sich beides. Ein Teufelskreis.

Rücksicht

Ich bin ein sehr rücksichtsvoller Mensch und mache mir häufig Gedanken über die Gefühle anderer, über Ungerechtigkeiten, Ungleichheiten. Ich denke, man sollte darüber nachdenken, was man sagt und ob man damit jemanden verletzt. Allerdings hat sich dies in letzter Zeit in absurder weise entwickelt. Es geht nicht um „das wird man ja wohl noch sagen dürfen „-Nazis. Es geht darum, dass es für jede Kleinigkeit trigger-warnungen gibt, als ob jeder Satz eine Krise auslösen könnte. Ich bin empfindlich. Die kleinsten Dinge lösen etwas in mir aus. Aber ist es richtig, auf mich und jede andere Person Rücksicht zu nehmen? Alle in Watte zu packen? Wo hört das auf? Wo fängt Verantwortung für sich selbst übernehmen an? Ich habe das Gefühl, es geht hier nicht mehr um Rücksichtnahme, sondern um die Unmöglichkeit, überhaupt ehrlich kommunizieren zu können. Also nur vorspiegelung falscher Tatsachen.

Ein Versuch

Wie üblich nutze ich diese Plattform um meine Gedanken zu ordnen. Wie üblich wird das dazu führen, dass dieser Post keinen Sinn macht. Denn es ist nur für mich und auch wenn mich hier niemand kennt, fällt es mir sehr schwer, alles explizit aufzuschreiben. Also bleibe ich Wie immer bei meinen Andeutungen.

Wir haben geredet. Ich habe Probleme gemeldet, aber er wollte auch reden. Das von mir gemeldete Problem bestand nicht, dass war gut, aber es folgte eine Therapiesitzung, die mich sehr herausgefordert hat. In dem Moment war es nicht gut. Es hat aber wohl geholfen. Ich kriege nicht mehr alles zusammen, meine Gedanken spinnen immer weiter. Es gibt so viel zu denken, zu tun, zu machen. Er hat mich verstanden. Er handelt so anders. Ich weiß, dass er klug und einfühlsam ist, aber trotzdem verstehe ich es einfach nicht. Er ist verständnisvoll und weiß, was mit mir los ist. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen. Das ist mir noch nie passiert. Ich kann damit nicht umgehen. Ich weiß nicht, wie ich das verdient habe. Rational weiß ich, dass ich wertvoll bin. Emotional brauche ich Erniedrigung. Dazu passt nicht, dass ich ernst genommen werde, dass mir ein recht auf meine Gefühle zugesprochen wird, dass nicht nur reagiert wird, sondern auch agiert, damit ich nicht immer in die gleiche leidenssituation komme. Ich bin völlig überfordert. Warum ist er so nett zu mir? Warum interessiert ihn das alles?

Ich bin völlig entnervt, was meine verrückten Bedürfnisse angeht und habe das Gefühl, dass ich damit alles kaputt mache. Sie machen mir angst. Ich wünsche mir so viele komische, ungewöhnliche Sachen, die unmöglich sind, gefährlich. Ich habe das Gefühl, tagtäglich mit dem Feuer zu spielen. Aber es ist diesmal anders. Ich glaube, seine Intention ist tatsächlich, mir zu helfen. Vielleicht nicht aus altruistischen Motiven, aber schon wegen mir. Und vielleicht, ganz vielleicht, hat er ja wirklich verstanden, was mit mir nicht stimmt und kann mir helfen. Vielleicht geht das ja tatsächlich. Das ist meine Hoffnung. Vielleicht weiß er wirklich, was er tut.