Eigentlich ist alles gut

Das merkwürdigste an ner angststörung ist, dass es dir schlecht geht, obwohl eigentlich alles gut ist. Mir schlagen die winzigsten Dinge auf den Magen. Und das, obwohl ich regelmäßig Yoga etc. Mache. Manche jahrzehntelang eingeübten denkmuster kriegt man vielleicht auch erst in den nächsten Jahrzehnten weg. Natürlich ist es verrückt, sich jetzt darüber zu beschweren, wenn man mal überlegt, wo ich herkomme und wo ich jetzt bin. Aber trotzdem arbeite ich hart am weiterkommen. Und das muss ich auch. Mein Job schmeißt much täglich in Situationen, die außerhalb meiner komfortzone liegen. Und daran wachse ich. Aber es ist eben schwer. Mal sehen, ob die Woche Urlaub Entspannung bringen wird.

Schwer

Ich bin ja schon so weit, dass ich weiß, dass ich ein Kind will. Was ich noch nicht weiß, ist, ob ich danach wieder arbeiten will und wenn ja, ab wann und wie viel. Und wenn ich das weiß, was die äußeren Umstände dazu sagen. Gibt es Betreuung? Kann mein Job auf teilzeit umgestellt werden? Wird mein Vertrag verlängert, wenn ich schwanger werde? Das ist alles echt schwierig.

Zwei Herzen

In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Das eine mag Geräusche, Erlebnisse, Aktivitäten, Menschen, eindrücke. Mein anderes Herz mag Ruhe, Natur, Einsamkeit. Im leben lässt sich das ja vereinen, indem man sich einfach abwechselt, aber was ist z.b. mit Wohnort? Finde ich sehr schwer. Eigentlich bin ich ein stadtkind. Ich brauche allerdings auch Natur und ruhe. Am liebsten wäre mir ein Haus in einem ruhigen Stadtteil in einer Großstadt, denke ich. Leider sieht das mein freund anders. Mal sehen, wie der Kompromiss bei unserem nächsten Haus aussieht.

Donnerstag

Nur noch einen tag, dann habe ich Urlaub. Endlich. Das wird bestimmt schön. Wir wollen nach rügen fahren.

Heute war ich total gestresst, als wir darüber geredet habe, dass ich ein paar Wochen im Ausland arbeiten soll. Es ist irgendwie aufregend, aber eben auch aufregend.

Ich merke mal wieder, dass ich eine Vaterfigur brauche. Eigentlich ist das ja auch nicht falsch.

Wir stehen jetzt mit zwei paaren im Austausch zu gemeinsamen spanking- treffen. Vielleicht wird das ja was. Und noch vielleichter wird es auch noch gut.

Auf der Arbeit passiert echt viel. Insgesamt fühle ich mich gut. Eine Kollegin ist ein wenig hintenrum, nicht cool. Ich versuche, drüber zu stehen.

Das Wetter ist blöd. Ein bisschen mehr Sommer wäre schön.

Unsere Nachbarn konnten unsere Hecke nicht ertragen, sodass sie sie selbst von ihrer Seite geschnitten haben. Lauter verrückte hier.

Samstag

Wir waren langsam und faul, aber was solls. Am Abend waren wir zu Freunden zum grillen eingeladen. Es war nett. Dann kamen die Schwätzer, das war nervig. Wer will sich denn bitte über Grills unterhalten, so detailliert, dass man Namen der einzelnen Grills austauscht und das unter „was ich nach dem Umzug noch bestellen muss“ führt.

Der eine ist aber irgendwann gegangen, also hatte der andere wenigstens keine Plattform mehr. Probiert hat er es. Aus seiner Essens App machte ich das Spiel, dass ich mit der Frau neben mir immer ausgesucht habe, was wir essen wollen. Er wollte, dass ich mir ein Rezept angucke. Ich versuchte ihm zu erklären, dass ich mich schon seit Jahren mit gesunder Ernährung beschäftige und deswegen weiß, wie man das Gericht kocht. Wollte er nicht hören. Er will so unbedingt für seine Lebensweise gelobt werden. Er teilte noch mehr Weisheiten über den abend verteilt mit. Ungefragt. Ich verstehe es nicht wirklich. Woher kommt das? Ja sein Bruder war das lieblingskind, sein Cousin wurde von allen bewundert. Ist es das? Muss er jetzt dran sein? Das schlimme ist halt die Freundin, die ihn darin bestärkt, dass sie was besseres sind und von der er so abhängig ist.

Dann haben wir allerdings was gespielt und über alles mögliche geredet und es war nett. Später tat er mir dann auch nur leid. Weiterhin glaube ich, dass er nur glaubt, das zu wollen, aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus vermutlich. Denn gestern sagte er, er wolle raufen. So ist er nämlich auch. Wild, lustig, verspielt. Seine Freundin nicht, sie ist sehr steif. Sie sagt, sie mag sowas nicht.

Ach, es ist nicht schön, aber wir werden wohl irgendwie damit umgehen müssen.

Sonntag

Die Woche war anstrengend. Ich versuche, meinen Platz auf der Arbeit zu finden.

Samstag waren wir schön spazieren und haben neue Wege erkundet. Das brauche ich um gesund zu bleiben. Dann habe ich Haushalt gemacht, Fernsehen geguckt und war abends mit einer Freundin auf einem stadtteilfest. Einer unserer lieblingskünstler hat gespielt, das war sehr cool. Er macht immer eine gute Show.

Heute waren wir an einem malerischen See mit einer wochenendhaussiedlung. Uns gefiel der Gedanke, auch ein Ferienhaus zu besitzen.

Bei meiner Gärtnerei war verkaufsoffener sonntag, also haben wir ein paar Blumen besorgt.

Samstag

Oh wie schön war mein Samstagabend. Geburtstag, auf den ich so gar keinen Bock hatte. Und dann: die neue Freundin von unserem Kumpel ist ne nette, schön von dummen Unterhaltungen ferngehalten, mit vielen verschiedenen Leuten, die ich noch nicht oder nicht gut kannte, geredet, mit meinem besten freund gekuschelt, geredet, gelacht, getanzt, gesungen, mit dem kleinen Mädchen vom letzten Wochenende gespielt. Ich hatte Spaß! Es war fast so wie früher. Sehr schön und sehr angenehm.