Kinder

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Ich beschäftige mich schon lange mit der Frage, ob ich Kinder kriegen soll. In meinen leichteren Stunden denke ich: ja klar, wieso nicht? Es ist ne gute Idee.  Ich mag Kinder, ich kann gut mit ihnen umgehen. Mein Freund will Kinder. Es würde gut zu uns passen.
Wenn ich mich nicht gut fühle, denke ich, es ist nicht fair, ein Kind zu kriegen, wenn man psychische Probleme hat. Es muss schwer für das Kind sein. Ich würde alles an mein Kind weitergeben.
Es gibt so viele ungeklärte fragen. Welche Rolle wird mein freund bei der Entwicklung spielen? Geht’s mir gut genug, dass ich nicht alles weitergebe? Dass ich ihnen beibringen kann, glücklich zu sein? Werden Sie genauso empfindlich sein wie ich?
Ich denke, ich bin bereit, aber Zweifel bleiben.

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22 Gedanken zu “Kinder

  1. Sag lieber, du darfst (!!) Kinder bekommen. Denn es ist ein Glück und eine Ehre, so einen kleinen Engel zu haben. Es gibt genug Mütter, die keine Kinder bekommen können. Natürlich ist es auch Ordnung, wenn man keine Kinder bekommen möchte, die Frauen gibt es auch. Aber dann muss man damit leben, dass man nach Ablauf der biologischen Uhr eben nichts mehr nachholen kann.

    Ich habe keine meiner Phobien an die Kinder weitergegeben. Man muss sich eben zusammenreissen! Das geht, wenn man will. Und ich habe viel vorher überlegt und gelesen, Bücher angeschafft. Ich wollte eine gute Mutter sein, einen guten Job machen und ich glaube, es ist mir gelungen. 🙂

      1. Ich habe laut Wiki auch Angststörungen (Phobien gehören dazu z. B.) und meine sind teilweise schon im Kindergarten entstanden. Ich kann mir auch teilweise denken, woher sie kommen. Es ist nicht nett, wenn man sich als Kind im Bett fragt, ob man den nächsten Tag erlebt. Oder sich überlegt, was man mitnehmen muss, wenn es brennt…

        Und gerade bei mir würde ich sagen, sind Informationen das Haupthilfsmittel. Für mich persönlich gilt – je mehr ich weiss umso besser. Je weniger ich weiss, desdo mehr kann die Phantasie hinzudichten. Wobei bei mir noch dazu kommt, dass ich aufpassen muss, dass mein Gehirn mir nichts vorgaukelt vom dem, was ich dann gelesen habe – z. B. bei der Einnahme von Medikamenten, dann bilde ich mir vielleicht eine der Nebenwirkungen ein oder so… da muss ich halt aufpassen. Aber ich kenn mich ja!

        In Bezug auf die Kinder war es einfach so, dass ich Perfektionistin bin und ich meinen Job so gut machen will wie es geht. In vielen Dingen fange ich erst gar nicht an, wenn ich das Gefühl habe, ich könnte es nicht annähernd schaffen. Da ich ein sehr planender Mensch bin und ich genau wusste, wann ich verheiratet sein möchte und bis zu welchem Alter ich das erste Kind bekommen haben möchte, musste ich mich natürlich damit auseinander setzen.

        Und ich musste mich damit auseinander setzen, dass ich lerne, mich in bestimmten Situationen zumindest äusserlich soweit im Griff zu haben, dass ich ruhig bleiben kann und es eben nicht weitergebe. Über die Jahre haben sich dadurch viele der Phobien gebessert, auch wenn sie nicht weg sind… andere sind vielleicht dazu gekommen.

        Und wenn ich mir z. B. zu viele Sorgen mache und mal jetzt nicht aufpasse, dann sagt Kind 1 meistens etwas genervt: „Jaaa, Mama, ich weiss.“ Die machen sich viel weniger Sorgen als ich. 🙂

      2. Ich weiß auch, wo meine Probleme herkommen. Das ist definitiv ein guter Anfang.
        Für mich ist es wichtig zu entspannen. Grundsätzlich bin ich auch ein entspannter Mensch, wenn es um rationale Dinge geht.
        Sich Äußerlich im griff haben, ist definitiv wichtig, aber da ich weiß, dass mir meine Eltern alle Probleme durchs Unterbewusstsein weitergegeben haben, ist das eben nicht alles. Das ändert nichts daran, dass ich oder das Kind nicht mitkriegen könnten, wenn ich ihnen meine Ängste weitergebe.

      3. Wenn du weisst, wie deine Eltern es an dich weitergegeben haben, dann kannst du das doch unterbinden. Dann kennst du den Mechanismus. Du kannst an dir arbeiten und darauf achte, dass du das eben nicht machst. Z. B. wurde bei mir immer ein bestimmter Spruch fallen gelassen beim Essen von meinen Grosseltern und so entstand das Gefühl, am nächsten Tag nicht mehr aufzuwachen, weil ich dachte, ich sterbe. Später habe ich dann erfahren, dass meine Mutter den Spruch auch gesagt bekommen hatte und die gleiche Phobie wie ich entwickelt hatte. Also wusste ich, was ich nicht sagen darf, damit sowas nicht passiert. Und es hat funktioniert!!

      4. Ich weiß, dass meine Eltern mir vieles unbewusst weitergegeben haben. Alles, was bewusst ist, kann ich natürlich lassen. Es geht mir eher um unbewusste Verhaltensweisen, die Kinder unbewusst übernehmen. Wenn ich angst habe, kann ich das nicht ändern. Kinder können sowas spüren und ggf. Übernehmen

      5. Wenn du Angst hast, kannst du mit deinem Partner üben, das entsprechend zu artikulieren. Du kannst z. b. dann üben zu sagen… ich mag diese Situation nicht, weil ich es hasse, wenn mich die Leute anschubsen (also zum Beispiel, wenn du Angst bekommst bei Menschenmassen). Wenn du das so drin hast, kannst dus später beim Kind auch. Kind spürt, Mama hat Angst und Mama liefert Erklärung, mit der Kind umgehen kann, was es aber nicht übernehmen muss!! Du kannst üben, es in einem Tonfall zu sagen, der bedeutet, dass du es total scheisse findest und somit den Angstaspekt überspielen.

        Woher weisst du, welche unbewussten Verhaltensweisen du unbewusst bekommen hast, wenn sie doch unbewusst ablaufen???

      6. Das ist ne gute Idee, danke. Das werde ich mal im Kopf behalten.
        Naja, mein Therapeut hat mir so viele kluge fragen gestellt, dass mir das irgendwann klar geworden ist. Der ist ja geschult darin, sowas zu erkennen und führt dich dann da hin.

      7. Das kannst du aber vielleicht auch? Wenn du erkennst, was für Fragen er gestellt hat – so eine Art Selbstreflektion?
        Ja, versuch das mal und üb das mit deinem Freund. Dann geht das in Fleisch und Blut über, bis du Kinder hast. 🙂

      8. Das ist eine lange Zeit.
        Fühlst du dich, als wenn du alles erledigt hast? Sonst kannst du ja nochmal eine neue Therapie machen, oder?

      9. Wenn Jemand noch nicht austherapiert ist, dann würde es in meinen Augen eher Sinn machen, direkt im Anschluss weiterzumachen. Vor allem wegen der Therapieplätze…

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