Strafbücher

Strafbücher haben einiges für sich. Man vergisst nicht, man führt Buch, nichts geht unter. Alles ist strukturiert. Wenn es einen tag gibt, an dem man dann bestraft wird, ist es sehr praktisch. Der bestrafer kann sich für jedes vergehen eine passende Strafe überlegen. Bis dahin kann man sich schön kribbelig, ängstlich, nervös, erregt fühlen. Es kann der Bestrafung etwas sehr formelles verleihen. Das ist gut für alle, die Rituale mögen. Man kann die Strafen wiederholen und nochmal vor Augen führen. es hat etwas schullehrerhaftes, finde ich. 

wir haben einmal was ähnliches ausprobiert. Wir waren zu einer Session mit Freunden verabredet und mein Freund hat meine vergehen aufgeschrieben. Es War schon kribbelig. Sie lasen die liste zusammen durch, während ich in der ecke stand.

Auf der anderen Seite fehlt natürlich die Spontaneität. Es dauert, bis auf vergehen reagiert wird.  Und lernt man nicht am besten, wenn die Strafe auf dem Fuß folgt? Manchmal will ich auch bestraft werden. Wie furchtbar wäre es, wenn ich unbedingt nen ätsch voll bräuchte und alles, was passierte wäre ein eintragen im strafbuch? 

Ein Strafbuch ist wirklich reizvoll, aber es muss zu einem passen. 

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2 Gedanken zu “Strafbücher

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