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So ne scheiße

Seit ein paar Wochen kann ich nicht mehr. Ich bin schlecht gelaunt, hasse alles, vor allem auf der Arbeit. Bei öffentlichen Anlässen stört meine Laune. Mein Magen spinnt. Es ist nicht schön.

Ich versuche, weniger zu arbeiten. Ich hoffe, es hilft. Dann sehe ich weiter.

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Stimmung

Unser Freundeskreis, der früher der Freundeskreis meines Freundes war, besteht aus jungen Männern, die alle entweder miteinander verwandt oder seit frühester Kindheit miteinander aufgewachsen sind. Sie sind alle auf aneinander angrenzenden Grundstücken aufgewachsen. Und wie das immer so ist bei nahe beieinander wohnen, vor allem bei Dorf, reden alle übereinander, werden alle überwacht, beobachtet, verurteilt. Dieses Verhalten hat sich sehr tief festgesetzt. Es wird immer über irgendwen geredet, gelästert, geurteilt oder es wird gestichelt, sich eingemischt, boshafte Kommentare. Ich verstehe, wie tief so etwas sitzen kann und wie gut es tut, über andere schlecht zu reden um dich besser zu fühlen, das ist menschlich. Aber die Fähigkeit zur Reflexion macht uns doch auch menschlich. Man sollte doch mal mitkriegen, dass das nicht cool ist und dass es tausend andere Dinge gibt, durch die man sich besser fühlen kann. Ich mag diese unterschwellige Aggression gar nicht.

Obsession

In einer großen Zeitung habe ich gelesen, dass Frauen sich nicht mehr für Männer Mühe mit ihrem aussehen geben würden, sondern für sich selbst. Dies mache allerdings nicht alles besser. Der selbstoptimierungswahn nimmt zu. Und es ist ja tatsächlich so. Langsam werden die Menschen, die nicht ins fitnessstudio gehen oder zumindest so irgendwie sport machen zur Ausnahme. Zu Außenseitern. Eine Freundin hat mir noch vor ein paar Jahren erzählt, sport würde ihr in Sachen Entspannung nichts bringen. Nun geht sie dreimal die Woche ins fitnessstudio (es bringt nichts, weil sie Viel isst, aber das ist ein anderes Thema ). Noch schlimmer, wenn man dann auch noch Kohlenhydrate zu sich nimmt und nicht nur Chia und quinoa und zoodles (für den Fall, dass ihr diesen neuen Trend noch nicht kennt: man isst keine Nudeln mehr, sondern macht aus allem möglichen „Spaghetti „, indem man alles zu langen Fäden macht. Zoodles sind dann z.b. Zucchini in der Form von Spaghetti ). Und wie geil sie sich finden. Mit smoothie durch die Stadt laufen ist das größte. Es ist zu einer Religion geworden. Es wird nicht hinterfragt, sondern als richtig hingenommen und propagiert. Man kann, also ist es falsch, es nicht zu tun. Es wird zu einem Vorwurf. Andere sind schlechte Menschen. Und gerade Frauen sehen überall diese Vorbilder. Es geht nicht mehr ums abnehmen, sondern du musst fit sein. Warum können eigentlich Männer in schlabberklamotten sport machen, während Frauen die neueste Mode tragen müssen? Es ist leichter, sport zu machen, wenn man süß aussieht.

Ich achte auf meine Ernährung und bewege mich, weil ich denke, dass das gut und natürlich ist. Ich denke, der Mensch ist dafür gemacht. Da wir uns heutzutage aufgrund von bürojobs kaum noch bewegen, sollte man darauf achten. Die modernen Lebensmittel tun ihr übriges. Studien zu fettleibigkeit geben mir recht. Was ich aber sinnvoller finde, ist das ganze natürlich zu tun. Treppe statt Aufzug, zu Fuß statt Auto, spazieren gehen statt Couch. Nicht mit dem Auto zum fitnessstudio und zurück. Und vielleicht nicht das essen, was schon gar nicht mehr nach Lebensmittel aussieht. Frisch, ausgewogen. Eigentlich ist das alles gar nicht so schwer, aber unkompliziert sind dann die meisten doch nicht. Zwang, Druck, glaube… Das ist dann wohl doch verheißungsvoller. Und wird dann irgendwann zur zwangsstörung.

Wirkung II

Die Menschen sagen, ich sehe klein und niedlich aus. Unschuldig. Das sagt mein freund, Freundinnen von mir… da muss also irgendwas dran sein. Es hat zwei Seiten. Auf der einen Seite ist es irgendwie lustig. Mit meinem Freund spiele ich gerne kleines Mädchen. Auf der anderen Seite ist es unheimlich nervig. Ich bin extrem empfindlich, was Belehrung angeht und es passiert mir sehr häufig, dass Personen versuchen, mir die Welt zu erklären. Und davon ausgehen, dass ich irgendwelche Dinge nicht weiß. Das hasse ich. Es ist allerdings auch so, dass ich das für mich verwenden kann. Als überraschungseffekt, wenn ich dann doch ganz souverän und kompetent daher komme. Und der beschützerinstinkt, den ich bei vielen auslöse, ist eigentlich auch was gutes.

Theorie

So, ich habe eine neue Theorie, warum mich Dinge, die mich eigentlich nichts angehen, so sehr beschäftigen. Meistens handelt es sich dabei um Menschen, die mich irgendwie stören. Seit meiner vorpubertären Zeit habe ich diese Gedanken und zum Teil lassen sie ich immer noch nicht los. Ich träume von diesen Menschen. Gemeinsam haben sie, dass ich sie irgendwann mal an mich ranließ, z.b. mal mit ihnen befreundet war, dann aber irgendwas passiert war. Und gemeinsam ist ihnen, dass ich nicht nein gesagt habe, dass ich mich nicht abwenden konnte, als sie mir nicht mehr gut taten. Ich denke, das könnte es sein, was mich nicht los lässt. Das nicht sie mich stören, sondern ich mich selbst, weil sie mich an meine Unfähigkeit erinnern, mich abzugrenzen.

Wirkung

Ich verstehe nicht, was manche Menschen für ein Problem mit mir haben. Ich habe letztens dem Arbeitskollegen geschrieben, mit dem die Beziehung ein bisschen aus dem Ruder gelaufen ist. Ich hatte eine gemeinsame Arbeitskollegin getroffen, die mich ignoriert hat und ich wollte ihm erzählen, wie lächerlich ich das fand. Im Anschluss macht er dann immer deutlich, dass er Kontakt zu mir haben will und fragt etc. Irgendwann kommen wir dann zu dem Punkt, wo ein dummer Kommentar von ihm kommt. Nicht witzig, sondern boshaft. Ich weiß nicht, wieso. Mag er es nicht, dass er mich mag? Ist er neidisch, weil ich etwas aus meinem Leben mache und er nicht? Ich weiß nicht, was das soll. Ein rationales Gespräch ist leider nicht möglich. Ich versuche es ihm zu erklären, aber es klappt nicht. An dem Punkt kommen wir nie weiter. Und es ärgert mich, wie sich jemand erdreistet, so unverschämt mit mir umzugehen.

Pet peeves

Es gibt so Themen, über die könnte ich mich konstant aufregen und ich glaube, die meisten dieser Themen habe ich hier auch schon erwähnt. Heute kommen wir mal wieder zu einem meiner lieblingsthemen: unechte Menschen. Menschen, die Dinge tun, weil man das eben macht, weil diese allgemeinhin als gut wahrgenommen werden, die nicht existieren, wenn sie nicht von außen wahrgenommen werden (social media, picture or it didn’t happen, ein zwang dazu, an Trends teilzunehmen ), liebe, die ohne öffentliche Beweise nicht echt ist, Kinder, die ohne öffentlich gemachte Fotos nichts wert sind, ein Leben, das ohne allgemein als Höhepunkte anerkannte Ereignisse als langweilig gilt…. Ich sehe das auch. Ich bemerke das Gefühl, wenn man etwas macht, das alle machen. Man fühlt sich als Teil einer Gruppe, das ist schön, das ist menschlich, das ist vermutlich überlebenswichtig. Inzwischen haben wir uns doch als Menschheit aber weiterentwickelt, die Aufklärung, der Individualismus, wir haben die schrecklichsten Erfahrungen mit Gleichschaltung gemacht. Trotzdem gibt es Gruppen, die sich in dieser instabilen Welt nach Gleichheit sehnen, religiöse Gruppen häufig. Ich verstehe das, aber wir sind doch mehr als die Summe unserer Instinkte.

Von einem Punkt zum anderen : worum geht es mir heute eigentlich? Kinder tun mir leid. Kinder, die nur Puppen für ihre Mütter sind, Accessoires, „die kindersachen wollte ich nicht, die sind nicht mein stil“, die die Bedürfnisse ihrer Mütter erfüllen müssen, „ich werde mich hier bestimmt wohler fühlen, wenn ich erstmal meine eigene Familie habe“, die ihren Wert in ihrer Gemeinschaft steigern, aber auch nur ihren. Dieses Kind wird nie irgendwas sein dürfen, nie mehr als einer von vielen, denn individuelle Kleidung ist nicht erlaubt, die Sexualität ist vorgeschrieben, der Lebensweg, Ambitionen zählen nichts. Aber Hauptsache jeden Monat ein fotoshooting um auf whatsapp zeigen zu können, wie hübsch das Kind ist. Und können das Bitte alle anderen auch so machen?

Ja eigentlich geht mich das alles nichts an, aber diese Menschen haben eben auch was zu sagen in unserer Gesellschaft und wählen, wenn reaktionär, zum Beispiel afd oder beschäftigen sich mit gar nichts, weil es wichtiger ist, zu Starbucks zu gehen.

Ich bin wütend. Ich erwarte zu viel.

Ich weiß keinen guten Abschluss. So empfinde ich eben.

Urlaubstag 2

Gestern war auch super schön. Das Wetter ist leider nicht gut, aber wir begannen den tag mit ein bisschen geilheit. Mein Po hatte danach ein merkwürdiges Muster von unserer strap.

Später sind wir nochmal auf den Jahrmarkt gefahren und hach, war das romantisch. Wir spielten gemeinsam Tore schießen und bälle werfen und Basketball und lachten viel.

Abends hatte dann noch ein bisschen meine ruhe und konnte meine Serie gucken und Musik hören und lesen und Yoga machen.

Samstag

Auch der erste freie Tag unseres Urlaubs ist toll gelaufen. Ich war mit einer Freundin unterwegs. Café, shoppen, erzählen… das cafe war nicht so toll, aber ich habe schuhe, eine hose und ein bisschen kleinkram gefunden. meinen Chef haben wir auch noch getroffen. Der arme hat am Samstag gearbeitet.

Abends haben wir die neuen Folgen „Fear the walking dead “ geguckt. Ich habe nicht vor, damit aufzuhören, aber die Serie lässt schon irgendwie nach. ..

Freitag

Gestern war der letzte Tag vor unserem Urlaub. Für mich gab es auf der Arbeit einen guten Abschluss. Ich habe alles fertig bekommen und habe nochmal großes Lob von meinem Chef bekommen. Nicht, dass ich nicht einen guten Job machen würde, aber manchmal denke ich, dass ist doch übertrieben. Vielleicht weil ich Lob nicht gewohnt bin, vielleicht ist das seine personalentwicklungsstrategie, vielleicht ist er aber auch wirklich nur geil auf mich. Eigentlich ist es mir auch egal, denn ich fühle mich wohl und da ich auch von anderen Lob bekomme, muss ich meinen Job wohl einigermaßen machen.

Gestern abend waren wir dann noch auf einem Volksfest hier in der Gegend. Ich glaub auf jeden Fall, dass das der überbegriff ist. Der Kumpel mit der komischen Freundin hatte gefragt. Ich hatte nicht wirklich Lust, aber weil mein freund sich immer beschwert, dass sich seine Freunde nicht melden, habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht und dann wollte er doch. Es war dann auch wirklich gut. Wie immer seit der komischen Freundin ist es am Anfang ein wenig krampfhaft, aber dann wurde es wirklich nett. Schön.