Intolerant

Ich mag keine Regeln und kein stehenbleiben. Ich mag keine festen Ideen, bestehende Bilder. Ich mag keine angst, keinen Hass, keine negativität. Ich mag keine Verbote, keine Erwartungen. Ich mag keinen konservatismus, keinen Neoliberalismus. Oder noch schlimmeres. Alles in allem bin ich ziemlich intolerant.

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Wichser

Manchmal lese ich aus Spaß Stellenangebote. Gestern fand ich dabei eins von meinem letzten Job. Ich wollte wissen, wer wohl gegangen ist. Also schrieb ich meinem ehemaligen Kollegen. Vielleicht erinnert ihr euch. Er tat erstmal beleidigt, dass ich mich nicht gemeldet hatte. Äh, welche Pflichten genau habe ich ihm gegenüber? Entsprechend ging das Gespräch weiter. Lauter dumme Kommentare. Vielleicht war das irgendwann mal aufregend, als ich Langeweile hatte. Im Moment fällt es nur unter „Gründe, warum wir keinen Kontakt haben „. Keine Ahnung, was er sich denkt, warum er so mit mir reden kann. Er ist wahrscheinlich noch in derselben Situation wie früher. Ich nicht. Ich will das nicht mehr und ich brauche das nicht mehr. Was für ein Wichser.

Serienideen

Wir gucken the walking dead von vorne und dabei ist mir aufgefallen, was ich gerne mal sehen würde.

1. Eine Serie, die die Idee von Fear the walking dead Ernst nimmt und ganz langsam von Anfang an erzählt, was passiert ist. Die ganze Geschichte. Und nicht alles sofort wieder ins Chaos stürzen.

2. Ein walking dead spin off ohne das unnötige Drama. Keine sadisten-brutalos, keine psychos, nur der übliche Kampf gegen die beißer, der Kampf ums Überleben, dann der weg zu einem Zuhause und das alltägliche Leben dort. Das würde mich interessieren. Wahrscheinlich auch nur mich, sonst würde es das wohl geben.

Eigentlich ist alles gut

Das merkwürdigste an ner angststörung ist, dass es dir schlecht geht, obwohl eigentlich alles gut ist. Mir schlagen die winzigsten Dinge auf den Magen. Und das, obwohl ich regelmäßig Yoga etc. Mache. Manche jahrzehntelang eingeübten denkmuster kriegt man vielleicht auch erst in den nächsten Jahrzehnten weg. Natürlich ist es verrückt, sich jetzt darüber zu beschweren, wenn man mal überlegt, wo ich herkomme und wo ich jetzt bin. Aber trotzdem arbeite ich hart am weiterkommen. Und das muss ich auch. Mein Job schmeißt much täglich in Situationen, die außerhalb meiner komfortzone liegen. Und daran wachse ich. Aber es ist eben schwer. Mal sehen, ob die Woche Urlaub Entspannung bringen wird.

Schwer

Ich bin ja schon so weit, dass ich weiß, dass ich ein Kind will. Was ich noch nicht weiß, ist, ob ich danach wieder arbeiten will und wenn ja, ab wann und wie viel. Und wenn ich das weiß, was die äußeren Umstände dazu sagen. Gibt es Betreuung? Kann mein Job auf teilzeit umgestellt werden? Wird mein Vertrag verlängert, wenn ich schwanger werde? Das ist alles echt schwierig.

Zwei Herzen

In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Das eine mag Geräusche, Erlebnisse, Aktivitäten, Menschen, eindrücke. Mein anderes Herz mag Ruhe, Natur, Einsamkeit. Im leben lässt sich das ja vereinen, indem man sich einfach abwechselt, aber was ist z.b. mit Wohnort? Finde ich sehr schwer. Eigentlich bin ich ein stadtkind. Ich brauche allerdings auch Natur und ruhe. Am liebsten wäre mir ein Haus in einem ruhigen Stadtteil in einer Großstadt, denke ich. Leider sieht das mein freund anders. Mal sehen, wie der Kompromiss bei unserem nächsten Haus aussieht.

Donnerstag

Nur noch einen tag, dann habe ich Urlaub. Endlich. Das wird bestimmt schön. Wir wollen nach rügen fahren.

Heute war ich total gestresst, als wir darüber geredet habe, dass ich ein paar Wochen im Ausland arbeiten soll. Es ist irgendwie aufregend, aber eben auch aufregend.

Ich merke mal wieder, dass ich eine Vaterfigur brauche. Eigentlich ist das ja auch nicht falsch.

Wir stehen jetzt mit zwei paaren im Austausch zu gemeinsamen spanking- treffen. Vielleicht wird das ja was. Und noch vielleichter wird es auch noch gut.

Auf der Arbeit passiert echt viel. Insgesamt fühle ich mich gut. Eine Kollegin ist ein wenig hintenrum, nicht cool. Ich versuche, drüber zu stehen.

Das Wetter ist blöd. Ein bisschen mehr Sommer wäre schön.

Unsere Nachbarn konnten unsere Hecke nicht ertragen, sodass sie sie selbst von ihrer Seite geschnitten haben. Lauter verrückte hier.

Samstag

Wir waren langsam und faul, aber was solls. Am Abend waren wir zu Freunden zum grillen eingeladen. Es war nett. Dann kamen die Schwätzer, das war nervig. Wer will sich denn bitte über Grills unterhalten, so detailliert, dass man Namen der einzelnen Grills austauscht und das unter „was ich nach dem Umzug noch bestellen muss“ führt.

Der eine ist aber irgendwann gegangen, also hatte der andere wenigstens keine Plattform mehr. Probiert hat er es. Aus seiner Essens App machte ich das Spiel, dass ich mit der Frau neben mir immer ausgesucht habe, was wir essen wollen. Er wollte, dass ich mir ein Rezept angucke. Ich versuchte ihm zu erklären, dass ich mich schon seit Jahren mit gesunder Ernährung beschäftige und deswegen weiß, wie man das Gericht kocht. Wollte er nicht hören. Er will so unbedingt für seine Lebensweise gelobt werden. Er teilte noch mehr Weisheiten über den abend verteilt mit. Ungefragt. Ich verstehe es nicht wirklich. Woher kommt das? Ja sein Bruder war das lieblingskind, sein Cousin wurde von allen bewundert. Ist es das? Muss er jetzt dran sein? Das schlimme ist halt die Freundin, die ihn darin bestärkt, dass sie was besseres sind und von der er so abhängig ist.

Dann haben wir allerdings was gespielt und über alles mögliche geredet und es war nett. Später tat er mir dann auch nur leid. Weiterhin glaube ich, dass er nur glaubt, das zu wollen, aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus vermutlich. Denn gestern sagte er, er wolle raufen. So ist er nämlich auch. Wild, lustig, verspielt. Seine Freundin nicht, sie ist sehr steif. Sie sagt, sie mag sowas nicht.

Ach, es ist nicht schön, aber wir werden wohl irgendwie damit umgehen müssen.