Erschöpfungszustand

So viele Arbeitsaufträge unter so viel Zeitdruck diese Woche. Plus Erkältung. Plus Überstunden. Plus komplizierte emotionale Beziehung zu zu vielen Leuten hat dazu geführt, dass ich gestern körperlich am Ende war, eine halbe Stunde lang mein Auto nicht gefunden habe, eine Panikattacke bekam, heulend nach hause fuhr und mich jetzt nur unter größter Anstrengung bewegen kann. Ich hatte auch zu wenig gegessen. .. es gab viele Gründe, aber es war beängstigend. Ich wünschte, ich würde auf meinen Kumpel und seine blöde Freundin klar kommen. Tu ich aber nicht. Ich wünschte, ich hätte keine Vaterkomplexe. Hab ich aber. Ich wünschte, das würde nicht zu sie unheimlich starken Bedürfnissen führen. Tut es aber. Komm ich klar? Bestimmt irgendwie.

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Lebensabschnitt

-partner

-Zuhause

….

Kennt ihr auch diese Leute, die diese ausdrücke benutzen? Ich tue es nicht. Ich finde es irgendwie traurig. Manche sagen vielleicht, es ist realistisch. Aber auch das ist traurig. Und irgendwie ja auch falsch. Es gibt ja schließlich Beziehungen, die halten. Das noch nicht mal anzuerkennen, ist traurig. Von Anfang an zu beschließen, dass es nur für einen Abschnitt sein wird, ist wirklich pessimistisch. Das nicht zu wollen, klingt schon ein bisschen heftig für mich. Ist es nicht menschlich, jemanden für immer zu wollen?

Natürlich ist es aufregend, neue Städte auszuprobieren, umzuziehen. .. Aber die Vorstellung, sich immer wieder verabschieden zu müssen um weiterzuziehen, ganz alleine, kann nicht glücklich machen. Die Menschen, die ich kenne, die diese Begriffe nutzen, sind auch nicht glücklich. Ich denke, sowas macht nur einsam.

Die letzten jedi

Wenn es offiziell nur Ben Solo gibt, dein Leben aber Ben Skywalker und Jacen Solo sind. Nicht cool. Nicht wie ich es mir wünschen würde. Aber irgendwas ist besser als nichts, denke ich. Ich freue mich über jeden star wars Film. Und ich habe immer Spaß. Mein einziger Anspruch ist, dass es nicht ganz schlimm ist und das war es auch nicht. Die Schauspieler sind gut, es gab interessante Momente. Ich war zufrieden.

Love

All that I know is if don’t know how to be something you’d miss

So call it what you want

You never really can fix a heart

I don’t know what I want so don’t ask me

Before I fall to fast, kiss me quick but make it last

Our love was like a song

I know that I got issues but you’re pretty messed up too

My loves like a star

Cause I was there when you said forever and always

A kiss goodbye, not this time, don’t remember what about this song is ever liked

There’s a wild whisper blowing in the wind like a long lost friend calling out your name

Guess the song?

Menschen

Ich möchte Menschen mögen. Ich mag das Konzept, die Vorstellung. Ich mag manche Menschen, viele nicht. Ich bin allerdings süchtig nach zwischenmenschlicher Kommunikation und Berührung und allem, was sonst noch dazu gehört. Vielleicht brauche ich also eher Menschen als dass ich sie mag.

Im Moment bin ich eher genervt.

Wir sind fast 30, wir müssen unbedingt heiraten! – Oh, wir auch! – Wir brauchen mehr Details. Ist euer Leben denn genauso toll wie unseres?

Ich kann es nicht verstehen und ich mag es nicht. In schlechten Momenten plane ich entweder, nicht zur Hochzeit zu gehen oder diese zu boykottieren und schmiede detaillierte Pläne. In guten Momenten will ich einfach meine Ruhe und niemanden sehen. Silvesterpartypläne absagen.

Nur mit meinem Schatz bin ich glücklich. Ihn sehe ich gerne so oft wie möglich. Wir verbringen Zeit miteinander, unternehmen Viel. Ich bin so glücklich mit ihm. Wenigstens einen Menschen, den ich mag.

Wie ein Unfall

Bei Facebook habe ich the New York times geliked. Sie schlugen mir einen Artikel über die Politik in Texas vor. Ich bin fasziniert von Amerika, vor allem von den südstaaten, also habe ich ihn gelesen. Es war faszinierend, wie ein Unfall, bei dem man nicht weggucken kann. Vieles ist für Europäer überhaupt nicht nachvollziehbar, obwohl das vielleicht auch schon überholt ist. In wohl allen europäischen Ländern gibt es ja populistische Strömungen, die wenig wert auf Fakten, Anstand, Menschenverstand. … legen. Manchmal spricht man ja mit Menschen. Wo man erschrickt, wie dumm sie sind. Was sie nicht verstehen. Was sie ohne faktenwissen in Frage stellen. Da diese Menschen ja genauso wie alle anderen wählen dürfen, wundert wohl nichts mehr. Ich kann nicht aufhören, mich damit zu beschäftigen. Es ist wie ein Unfall. Freunde haben für einen Anlass eine whatsapp Gruppe gegründet. Die neue Freundin des einen schrieb und schrieb. Zum fremdschämen. Sowohl grammatikalisch als auch inhaltlich. Basic. Ich kenne kein gutes deutsches Wort dafür. So respektlos ihrem freund gegenüber, der darauf steht, von Frauen dominiert zu werden. Und so reproduzieren sich die geschlechterverhältnisse und ein Mann erzählt seinem winzigen Sohn in der Umkleidekabine, dass er sich schon mal darauf einstellen kann, dass er immer auf Frauen warten wird. Was soll denn aus dem Kind anderes werden als ein sexistisches arschloch?

Stimmung

Unser Freundeskreis, der früher der Freundeskreis meines Freundes war, besteht aus jungen Männern, die alle entweder miteinander verwandt oder seit frühester Kindheit miteinander aufgewachsen sind. Sie sind alle auf aneinander angrenzenden Grundstücken aufgewachsen. Und wie das immer so ist bei nahe beieinander wohnen, vor allem bei Dorf, reden alle übereinander, werden alle überwacht, beobachtet, verurteilt. Dieses Verhalten hat sich sehr tief festgesetzt. Es wird immer über irgendwen geredet, gelästert, geurteilt oder es wird gestichelt, sich eingemischt, boshafte Kommentare. Ich verstehe, wie tief so etwas sitzen kann und wie gut es tut, über andere schlecht zu reden um dich besser zu fühlen, das ist menschlich. Aber die Fähigkeit zur Reflexion macht uns doch auch menschlich. Man sollte doch mal mitkriegen, dass das nicht cool ist und dass es tausend andere Dinge gibt, durch die man sich besser fühlen kann. Ich mag diese unterschwellige Aggression gar nicht.